MVZ Labor Münster - Dr. Löer, Prof. Cullen und Kollegen
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Renin direkt

 
Stand vom 22.04.2013
Bezeichnung Renin direkt
Zuordnungen Endokrinologie, Nebenniere
Probenmaterial
1 ml EDTA-Plasma, tiefgefroren
Abnahmehinweise Blutentnahme vormittags, mindestens 2 Stunden nach dem Aufstehen, nach einer 5- bis 15-minütigen Ruhephase in sitzender Position.
EDTA-Blut sofort nach der Abnahme zentrifugieren, das Plasma in eine separate Monovette (ohne Zusätze) abpipettieren und tieffrieren. Probe wegen Gefahr der Kälteaktivierung NICHT im Kühlschrank lagern. Durch Kälteaktivierung kann es zur Bildung von aktivem Renin aus Prorenin und damit zu falsch hohen Renin-Werten kommen.
Absetzen interferierender Medikamente.
Durchführungshinweise Beim Verdacht auf Hyperaldosteronismus sollte initial das Verhältnis von Aldosteron und Renin, die Aldosteron-Renin-Ratio (ARR), im Blut bestimmt werden. In Vorbereitung zur Blutentnahme müssen Spironolacton, Eplerenon, drospirenonhaltige Kontrazeptiva, Triamteren und Amilorid vier Wochen vor der Testung abgesetzt werden, da sie die ARR nachhaltig beeinflussen. In dieser Zeit sollte auch auf den Verzehr von Lakritze und Kautabak verzichtet werden. Zu den „erlaubten“ Antihypertensiva zählen vor allem periphere Alpha-Blocker (z. B. Doxazosin) und Kalziumantagonisten vom Nicht-Dihydroperidintyp (z. B. Verapamil).
Zusätzlich sollten vor jeder Messung die Kaliumwerte normalisiert und der Patient zu einer ausgewogenen Diät bezüglich seiner Salzaufnahme aufgefordert werden.
Probentransport Postversand möglich, Botendienst empfohlen,
Probentransport tiefgefroren (ca. -20°C)
Klinische Indikationen Diagnose des Hyper- und Hypoaldosteronismus, Verdacht auf ektope Reninproduktion, Abklärung einer Hypertonie
Methode CLIA
Referenzbereiche Erwachsene
aufrechte Position: 4,4 - 46,1 µIU/ml
liegende Position: 2,8 - 39,9 µIU/ml
Beurteilung Renin erhöht bei: sekundärer Hyperaldosteronismus, primäer Hypoaldosteronismus (M. Addison), 21-Hydroxylasemangel, Renin-produzierende Tumoren, renovaskulärer Hypertonie, maligne Hypertonie
Renin vermindert bei:
primärer Hyperaldosteronismus (Conn-Syndrom), Lakritzgenuss
Literaturhinweise Fiebeler A, Quinkler M: Hyperaldosteronismus und
verstärkte Aktivität des Mineralokortikoidrezeptors. Nephrologe 2011, 6: 77–87, DOI 10.1007/s11560-010-0494-2, Springer-Verlag