MVZ Labor Münster - Dr. Löer, Prof. Cullen und Kollegen
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Oxidativer Burst(W)

Sauerstoffradikalbildung in Granulozyten 
Stand vom 07.03.2014
Bezeichnung Oxidativer Burst
Synonyme Sauerstoffradikalbildung in Granulozyten
Zuordnungen Immunologie
Parameter Es wird der Anteil oxidativ aktiver neutrophiler Granulozyten sowie ihre relative Enzymaktivität bestimmt. Dazu werden die Zellen unstimuliert, mit chemotaktischem Peptid fMLP und mit E.Coli stimuliert gemessen.
Probenmaterial
Optimal: 7,5 ml Heparinblut; Kinder: 2 ml Heparinblut
Probentransport Aufgrund der geringen Probenstabilität und der Weiterleitung in ein Partnerlabor, muss die Probe bis 15 Uhr bei uns eingetroffen sein.
Bitte keine Einsendung vor Feiertagen oder Wochenenden.
Lagerung und Transport bei Raumtemperatur ( + 18 °C bis + 25 °C).
Klinische Indikationen

Verdacht auf septische Granulomatose (CGD = chronic granulomatous disease), NO-Intoxikation, Sepsis, therapieresistene Infektionen, Peridontitis

Methode FC
Ansatztage Mo. - Do. (täglich)
Referenzbereiche fMLP: 1 - 30 %
Bakterien: > 70 %
Beurteilung

CGD (chronic granulomatous disease):
betroffene Patienten zeigen keinerlei Enzymaktivität nach Stimulation mit E. coli.


NO-Intoxikation:
ab ca. 48 - 96 Stunden nach exzessiver Stickoxyd-Gabe kommt es zu einer Verminderung des durch E. coli induzierten oxidativen Bursts. Der Vorgang ist nach Absetzen von NO reversibel.


Sepsis:
Der nicht induzierte, spontane oxidative Burst zeigt eine massive Bakteriämie an.