MVZ Labor Münster - Dr. Löer, Prof. Cullen und Kollegen
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PSA komplexiert(U)

cPSA 
Stand vom 23.03.2005
Bezeichnung PSA komplexiert
Synonyme cPSA
Zuordnungen Tumormarker
Probenmaterial
1 ml Serum
Probentransport Postversand möglich,
Probentransport möglichst gekühlt (ca. + 2°C - + 8°C), Stabilität ca. 4 Tage (bei + 4°C)
Klinische Indikationen Diagnose und Verlaufsbeurteilung des Prostatakarzioms
Methode CLIA
Referenzbereiche s. Befundbericht
Beurteilung Die Bestimmung des gesamt PSA (tPSA) erfasst neben dem komplexierten PSA (cPSA) auch das freie PSA (fPSA).fPSA tritt besonders bei benignen Erkrankungen der Prostata in höheren relativen Konzentrationen auf. Das cPSA ist das dominierende Sekretionsprodukt der maligne veränderten Prostata.
Aufgrund seiner, im Vergleich zum tPSA höheren Spezifität, ist cPSA in der diagnostischen Abklärung benigner oder maligner Veränderungen der Prostata als „Firstline“-Marker (Parameter der ersten Wahl) zu empfehlen.
Die weitere Differenzierung der mit cPSA vorselektierten Risikopatienten für ein Prostatakarzinom wird durch die Quotientenbildung von cPSA mit PSA (Prostataspezifisches Antigen) (c/tPSA-ratio) ermöglicht. Die diagnostische Wertigkeit ist der Bestimmung von PSA (Prostataspezifisches Antigen) und PSA, freies (Prostatatspezifisches Antigen, freies) mit Quotientenbildung (fPSA/PSA gesamt) gleichwertig.
PSA erhöht bei: Prostatakarzinom, BPH, Prostatitis, nach Manipulation (Untersuchung, Biopsie, Ultraschall, Ejakulation).
Halbwertszeit: max. 2 - 3 Tage.
Hinweis: Ca. 10% - 20 % der Patienten mit Prostatakarzinom haben niedrige cPSA-Werte.