MVZ Labor Münster - Dr. Löer, Prof. Cullen und Kollegen
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Gallensäuren(W)

 
Stand vom 10.02.2015
Bezeichnung Gallensäuren
Zuordnungen Klinische Chemie
Probenmaterial
1 ml Serum
Abnahmehinweise Blutentnahme nüchtern (ca. 12 Stunden Nahrungskarenz), Lagerung gekühlt (+ 2°C - + 8°C), ggf. auch postprandial (bitte vermerken)
Probentransport Postversand möglich, Probentransport gekühlt (+ 2°C - + 8°C)
Klinische Indikationen Beurteilung der hepatobiliären Funktion; Diagnostik einer intrahepatischen Schwangerschafts-Cholestase
Methode Photometrie
Referenzbereiche < 1 Tag: < 8 µmol/l
< 1 Jahr: < 25 µmol/l
< 2 Jahre: < 9 µmol/l
> 2 Jahre: < 10 µmol/l
Beurteilung Der postprandiale Wert kann zur Beurteilung der hepatobiliären Funktion herangezogen werden (Anstieg der Gallensäuren).
Gallensäuren im Serum erhöht bei: akuter und chronischer Hepatitis, Alkoholabusus mit Lebererkrankung, Leberzirrhose, Cholestase, Leberzellkarzinom, Leberfibrose, Reye-Syndrom, Leberschädigung durch Medikamente.
Erfasst werden die 3α-OH-Gallensäuren (Cholsäure, Chenodesoxycholsäure, Desoxycholsäure und Lithocholsäure u.a., auch Ursodeoxycholsäure).