MVZ Labor Münster - Dr. Löer, Prof. Cullen und Kollegen
Logo Labor Publisher

Ferritin

 
Stand vom 25.03.2006
Bezeichnung Ferritin
Zuordnungen Klinische Chemie, Eisenstoffwechsel
Parameter zusätzlich sinnvoll zur Abschätzung der Akute-Phase-Reaktion:
C-reaktives Protein (CRP)
Probenmaterial
1 ml Serum oder
1 ml Liquor
Probentransport Postversand möglich
Material möglichst bei +2°C - +8°C transportieren
Klinische Indikationen Diagnostik und Verlaufskontrolle von Eisenstoffwechselerkrankungen (Eisenmangel, Eisenüberladung, Hämochromatose)
Klassifikation EDMA: 12 07 01 02 00
Methode Immunturbidimetrie
Referenzbereiche Frauen
praemenopausal: 15 - 150 ng/ml
postmenopausal: 30 - 400 ng/ml
Männer: 30 - 400 ng/ml
Kinder: s. Befundbericht
Liquor: < 15 ng/ml
Beurteilung Ferritin reagiert als Akute-Phase-Protein. Die Beurteilung sollte daher parallel mit dem CRP erfolgen zur Diagnostik des Eisenmangels:
CRP < 5,0 mg/l:
Frauen: Ferritin < 10 ng/ml
Männer: Ferritin < 20 ng/ml

CRP > 5,0 mg/l:
Frauen: Ferritin < 20 ng/ml
Männer: Ferritin < 100 ng/ml

Der Quotient sTfR/log Ferritin kann die Diagnose des Eisenmangels verbessern:
Cut off für CRP < 5,0 mg/l: 1,5
Cut off für CRP > 5,0 mg/l: 0,8

Eisenüberladung:
Bei Ferrtinwerten > 300 ng/ml sollten Ursachen für eine primäre oder sekundäre Hämochromatose ausgeschlossen werden.
Eine Transferrinsättigung von 55 % und höher im Zusammenhang mit Ferritin > 300 μg/l hat für die Diagnostik einer hereditären Hämochromatose eine positiven prädiktiven Wert von 94 % bei einem negativen prädiktiven Wert von 97 %. In diesen Fällen wird die humangenetische Beratung und molekulargenetische Untersuchung des HFE-Gens empfohlen.