MVZ Labor Münster - Dr. Löer, Prof. Cullen und Kollegen
10.06.2021

Bestimmung des fetalen Rhesusfaktors-D

ab 01.07.2021 als GKV-Kassenleistung

Bislang erfolgte die Bestimmung des kindlichen RHD-Merkmals erstmalig nach der Geburt – die präpartale Anti-D-Prophylaxe war bei ca. 40 % der RhD-negativen Schwangeren aufgrund des RHD-negativen Status des Fetus klinisch überflüssig. Die pränatale Bestimmung des fetalen RHD-Merkmals erlaubt nunmehr die gezielte Prophylaxe nur bei denjenigen Frauen, deren ungeborenes Kind Träger des RHD-Merkmals ist.

Die vorgeburtliche Bestimmung des fetalen Rhesusfaktors-D (RHD) bei RhD-negativen Schwangeren wurde in die Mutterschafts-Richtlinien aufgenommen und wird zum 01.07.2021 Bestandteil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenkassen.

Die Anforderung für gesetzlich Krankenversicherte erfolgt über den Muster10-Laborschein, für Privatversicherte über einen Privatschein bzw. über die elektronische Laboranforderung lab@ccess. Bitte beachten Sie, dass hierfür die Qualifikation zur genetischen Beratung für nicht invasive Pränataltests Voraussetzung ist.

Senden Sie uns ein 7,5 ml EDTA-Vollblut-Röhrchen (groß), sorgfältig mit Name, Vorname und Geburtsdatum beschriftet ein. Die unterschriebene Einverständniserklärung der Patientin ist beizulegen.

Der Transport der Probe von der Entnahme bis zur Analyse darf 5 Tage nicht überschreiten. Die Bearbeitungszeit zur Bestimmung des fetalen RHD-Merkmals beträgt etwa 5 Werktage. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserer LaborAktuell „Bestimmung des fetalen Rhesusfaktors-D - Sicherheit durch Rhesus-D-Diagnostik“. Für Ihre Patientinnen steht ebenfalls ein Flyer "Der Rhesusfaktor in der Schwangerschaft" zur Verfügung.