
| Stand vom | 21.12.2011 |
| Bezeichnung | Alpha-Fetoprotein (AFP) im Fruchtwasser |
| Zuordnungen | Pränatal-Diagnostik |
| Probenmaterial | 2 - 5 ml Fruchtwasser |
| Abnahmehinweise | bitte unbedingt das Gestationsalter (Schwangerschaftswoche) exakt angeben |
| Probentransport | Postversand möglich |
| Klinische Indikationen | Verdacht auf Neuralrohrdefekt |
| Klassifikation | EDMA: 12 03 90 01 00 |
| Methode | ECLIA |
| Referenzbereiche | s. Befundbericht |
| Beurteilung | Die Berechnung vergleicht den für die jeweilige Schwangere ermittelten Analysenwert für AFP mit den für dieselbe Schwangerschaftswoche ermittelten Medianen. Diese werden für die verwendete Methode individuell ermittelt. Anschließend wird berechnet, um das Wievielfache der individuelle Wert vom Median abweicht (Multiple of Median = MoM). Die AFP-Bestimmung im Fruchtwasser hat bei Werten außerhalb des MoM eine diagnostische Sensitivität bei - bei Spina bifida aperta von ca. 98 % - bei Anenzepahlie von ca. 98 % Die AFP-Bestimmung im Fruchtwasser ist nicht spezifisch für Neuralrohrdefekte. Erhöhte Werte finden sich auch bei Aplasia cutis congenita, Omphalozele, Gastroschisis, Teratom, Fetus papyraceus, Atresien im oberen Magen-Darm-Trakt, intrauterinem Fruchttod oder Beimengungen fetalen Blutes. Falsch-positive Werte sind in ca. 0,5 % der Schwangerschaften zu erwarten. Falsch-negative Werte sind sehr selten und kommen vor, wenn ein Defekt durch Haut oder Gewebemembranen gedeckt ist. |

Die angegebenen Referenzbereiche sind ggf. von der verwendeten Untersuchungsmethode abhängig und können daher nur zur Orientierung dienen. Die Angaben zu klinischen Indikationen, Beurteilungen und Bemerkungen beziehen sich auf wichtige Informationen zur jeweiligen Laboruntersuchung und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bei weitergehenden Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Ansprechpartner.
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